Samstag, 9. Januar 2016

Erster Hochzeitstag

Ich schenkte Dir nie hundert Rosen
und Poesie zog still vorbei.
Nun hatte ich Papier und Bleistift,
den ganzen Tag hielt ich mir frei.

(Er holt Zettel aus seinem Mantel,
sucht den rechten, findet den rechten
und trägt sodann vor.)


Ein Jahr hat viele Tage,
die mit der Sonne geh‘n.
Ein Jahr hat viele Nächte
und meine Sterne steh’n
so günstig wie noch nie zuvor
(Deine Geburtstage ausgenommen).
Ich frage mich, wann ich zuletzt
in solchem Glück geschwommen!


Das Meer hat die Gezeiten,
die Ebbe und die Flut.
Die Dame hat die Eleganz,
der Opa seinen Hut.
Dessen Kater hat am liebsten
(noch vor Mäusen) rohen Fisch.
Fragt man, was ich hab am liebsten,
gibt’s nur eine Antwort: Dich!